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Beim Heideblütenfest in Dötlingen kennengelernt
10.07.2012 um 18:46 Uhr von DavidblataWaltraut und Heinz Bramstedt feiern Goldene Hochzeit – Imkerei ist das große Hobby
„Das Wetter war erbärmlich. Es war eiskalt und regnete“, erinnern sich Waltraut (74) und Heinz (76) Bramstedt aus Huntlosen an ihre Hochzeit vor 50 Jahren. 50 Jahre später, am 6. Juli 2012, hätten die Temperaturen nicht angenehmer sein können. Am Morgen gratulierte stellvertretender Bürgermeister Jürgen Hellbusch zur Goldenen Hochzeit. Am Abend traf sich die Hochzeitsgesellschaft bei Meiners in Hatterwüsting. Schon am Vortag hatten die Bunkenburger Nachbarn den ganz besonderen Nachbarschaftskranz aufgehängt.
„Getraut hat uns Pastor Liebster hier in der St. Briccius Kirche“, so Waltraut Bramstedt, die eine geborene Brandt ist und aus Busch in der Gemeinde Dötlingen stammt. „Kennengelernt haben wir uns 1956 auf dem Heideblütenfest in Dötlingen“, erinnert sich der Jubelbräutigam. Sechs Jahre später läuteten die Hochzeitsglocken.
Nach der Hochzeit lebten die frisch Vermählten zunächst bei den Eltern, die eine Gastwirtschaft betrieben. Von 1964 bis 1968 führten sie die Gastwirtschaft fort. „Dann gaben wir aus gesundheitlichen Gründen auf“, so Heinz Bramstedt. 1964 wurde auch der Bau des eigenen Hauses begonnen, in dem das Paar bis heute lebt. Nach der Aufgabe der Gaststätte arbeitete der Jubelbräutigam bis zu seiner Pensionierung bei der EWE.
Ehefrau Waltraut war fünf Jahre lang bei Delmod in Delmenhorst als gelernte Herrenschneiderin tätig. Nach der Geburt der Tochter Sandra versah sie im Haushalt die Arbeit. Aber auch heute schieben die Jubilare keine ruhige Kugel. Heinz Bramstedt ist Mitglied der Feuerwehr, des Turnvereins, des Schützenverein und des Bürgervereins, Waltraut Bramstedt im Turnverein sowie im Landfrauenverein. Die gesellige Nachbarschaft wird gepflegt, aber auch die zahlreichen Bienenvölker, die Imker Bramstedt bis heute hegt. „Wir haben ein schönes Hobby.“ Über 50 Jahre wurden die Bienenvölker an die Ostsee nach Heiligenhafen gefahren, um dort die Obstbaumbestäubung zu sichern. Seit drei Jahren ist damit Schluss. Nun sammeln Bramstedts Bienen fleißig den Nektar von Rapsblüten in der Umgebung.