Profilbild Liesel Tober

Liesel Tober & Rudi Tober

† 28.10.2010
Erstellt von Davidblata DavidblataOI
Angelegt am 27.10.2010
1.377 Besuche

Freunde auf diese Seite einladen

Neueste Einträge (2)

Flüchtlinge fanden bei „Schwegmann“ ihr Glück

27.10.2010 um 20:54 Uhr von Davidblata

 

Liesel und Rudi Tober feiern Diamantene Hochzeit – Trauung vor dem ehemaligen Chef

 

Der weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Fleischermeister Rudi Tober (92) und seine Frau Liesel geb. Deyke (88) schauen am Donnerstag, 28. Oktober, dankbar auf 60 glückliche Ehejahre zurück. Gefeiert wird die Diamantene Hochzeit mit der Tochter und deren Mann, mit den drei Enkelkindern und deren Anhang sowie mit anderen Verwandten, Nachbarn, Freunden und Bekannten.

 

 

Die Jubilare sind geistig sehr fit, agil und stets guter Dinge. Rudi Tober holt jeden Morgen die Brötchen aus der Altstadtbäckerei, und seine Frau macht den Haushalt. Zusammen gehen sie einkaufen und halten die Gärten hinterm Hause und in Brokstreek in Ordnung. Er „kutschiert' seine Frau auch noch mit seinem alten Daimler durch die Gegend. Darüber hinaus gehören Spaziergänge und Doppelkopf zu den Lieblingsbeschäftigungen.

 

 

Großes Ansehen haben sie sich mit ihrem 1950 in Essen eröffneten Fleischereibetrieb erworben, den sie etwa 32 Jahre führten. Tobers bildeten dort die erste Fleischerin im Landkreis aus und gaben ihr wie anderen Lehrlingen das Rüstzeug fürs Leben. Sechs davon arbeiten noch heute als Meister in verantwortungsvollen Positionen. Rudi Tober war auch lange Lehrlingswart der Cloppenburger Fleischerinnung. Große Beachtung haben Tobers einige Jahre hindurch auch in ihrem Hobby, der Reitpferdezucht, erfahren.

 

Erstmals richtig gefunkt hat es zwischen dem aus der Nähe von Stettin stammenden jungen Fleischer und der in der ostpreußischen Kreisstadt Osterode geborenen früheren Kreisangestellten 1949 bei einer Tanzveranstaltung im Saale „Schwegmann' in Essen. Das Ja-Wort gaben sie sich ein Jahr später vor Liesel Tobers damaligem Chef, Essens Gemeindedirektor Georg Riesenbeck, und am 28. Oktober 1950 in der Oldenburger evangelischen Lamberti-Kirche.

 

 

Liesel Tober war im März 1945 mit ihren Eltern nach Essen gekommen. Rudi Tober geriet als Soldat bei Kriegsende in Österreich in amerikanische Gefangenschaft. Von dort kam er mit einem Kameraden auf den Hof Crone-Münzebrock in Ahausen, wo dessen Schwester wohnte. Er arbeitete in der Landwirtschaft, im Sägewerk Taphorn und dann im Essener Fleischereibetrieb Josef Schade. 1948 legte er vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Oldenburg seine Meisterprüfung ab.

Mit dem alten Daimler zum Einkaufen in den Ort

27.10.2010 um 20:54 Uhr von Davidblata

 


Rudi und Lisel Tober feiern eiserne Hochzeit – Bei Kunden und Lieferanten angesehen

 

Der Fleischermeister Rudi Tober (97) und seine Frau Lisel geb. Deyke (93), Lange Straße, blicken heute, 28. Oktober 2015, dankbar und zufrieden auf 65 glückliche Ehejahre zurück. Gefeiert wird mit ihrer Tochter, deren Ehemann, mit ihren drei Enkelkindern und deren „Anhang“, mit anderen Verwandten, Nachbarn, Freunden und anderen Bekannten.

 


Die beiden sind geistig noch sehr fit, immer noch sehr agil und stets guter Dinge. Sie interessieren sich für vieles, was im Dorf und im „Rest der Welt“ passiert. Zum Einkauf im Ort kutschiert Rudi Tober, der vor 77 Jahren seine Fahrerlaubnis erwarb, seine Lisel in seinem alten Daimler. Gern schafft er auch im Garten. Fit halten sich der etwas schwerhörige Rudi und die sehbehinderte Lisel auch durch regelmäßige Spaziergänge durchs Dorf und beim Klönen und Feiern mit Freunden und Bekannten.

 


Großes Ansehen haben Rudi und Lisel Tober sich unter anderem während ihres 32-jährigen erfolgreichen Wirkens in ihrem Fleischereibetrieb in der Essener Altstadt bei ihren Viehlieferanten, bei ihren vielen Kunden und bei Köchen von führenden Speiserestaurants in Essens Nachbargemeinden. Und auch bei mehreren jungen Leuten, die sie gut ausgebildet haben.

 


Erfolgreich betrieben haben sie ihr Geschäft im früheren Haus Holtvogt vom 16. November 1950 bis zum 28. Februar 1982. Gern erinnern sich Rudi und Lisel Tober daran, dass sie damals die erste Fleischerin im Landkreis Cloppenburg ausbildeten. Eine junge Frau aus der Gemeinde , die ihre Gesellenprüfung mit „Auszeichnung“ bestand. Rudi Tober wurde dann auch Lehrlingswart der Cloppenburger Fleischerinnung. Seine eigene Meisterprüfung hat er am 13. April 1948 abgelegt.

 


Erstmals „gefunkt“ hat es zwischen dem aus der Nähe von Stettin stammenden jungen Fleischer und der in der ostpreußischen Kreisstadt Osterode geborenen früheren Kreisangestellten im Sommer 1949 während einer Tanzveranstaltung im Essener Saal Schwegmann. Das Ja-Wort gaben sie sich ein Jahr später zunächst vor Lisels damaligem Chef, Essens Gemeindedirektor Georg Riesenbeck, und danach in der Oldenburger evangelischen Lambertikirche. „Funken“ konnte es zwischen den beiden auch deswegen, weil der Zweite Weltkrieg sie nach Essen verschlagen hatte.