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Nur der Pastor fehlt beim Trau-Termin
27.10.2010 um 17:25 Uhr von DavidblataWie das Leben so spielt: Der Schlagzeuger der Kapelle von Hinrich Otte konnte nicht, als 1947 bei „Opa Piep" (Gasthaus Backenköhler) in Nutzhorn eine Feier von Schülern der Landwirtschaftsschule stattfand. So war „Ersatzmann“ Werner Meyer gefragt. Und dessen Einsatz sollte Folgen haben: Bei der Feier lernte der „Ur-Mönchhofer" nämlich Magda Meyer aus Havekost kennen. An diesem Mittwoch, 27. Oktober 2010, begehen die beiden das seltene Jubiläum der „Diamantenen Hochzeit".
Gemeinsames Hobby
„Steckrübenschüler", so erzählt Werner Meyer vergnügt, seien die Landwirtschaftsschüler genannt worden. Trotz der teils strengen Auflagen der Alliierten in der damaligen Besatzungszeit kamen er und „seine“ Magda gerne und des Öfteren ihrem Hobby nach – Tanzen.
Am 27. Oktober 1950 traten sie dann in der Ganderkeseer Kirche vor den Traualtar – allerdings mit einer kleinen Verzögerung. Denn: Der Pastor hatte offenbar den Termin verschwitzt, musste erst geholt werden. An seinen dreckigen Schuhen, so lacht Werner Meyer, habe man gesehen, was er zuvor gemacht hatte: „Der war am Ausmisten".
Und wie waren die folgenden 60 Jahre? „Langweilig war’s nie", meint Magda Meyer. Auch an Arbeit habe es nicht gemangelt.
Hof brennt völlig nieder
Dazu trug wohl auch der 2. Weihnachtstag 1950 bei: Das junge Ehepaar war damals bei ihren Eltern in Havekost, als die Nachricht kam, dass der Hof seiner Eltern in Mönchhof völlig niedergebrannt war. Dadurch, so erinnern sich die Eheleute, hätten sie bei Null anfangen müssen, als sie den Hof im Mai Werner und Magda Meyer feiern „Diamantene“ – „Nie langweilig".
1951 übernahmen. Nur ein einziges Mal gönnten sie sich in den nächsten Jahrzehnten einen Urlaub – acht Tage am Bodensee.
Bis 1973 betrieben die Eheleute die Landwirtschaft, danach wechselte Werner Meyer zur Standortverwaltung der Bundeswehr. Magda Meyer arbeitete (ab 1982) bei der Post – erst in Schierbrok, danach in Bookholzberg.
Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Fünf Enkel und drei Urenkel gehören heute mit zur Familie.
Trotz der Arbeit war Werner Meyer vielfältig ehrenamtlich tätig. Zum Beispiel im Schützenverein Schönemoor, den er von 1955 bis 1966 als Vorsitzender leitete. Oder bei der Schießleistungsgruppe (SLG) Mönchhof, als Mitglied im Schönemoorer Gemeinderat, als stellvertretender Bürgermeister – und bei der Feuerwehr: 24 Jahre (ab 1967) lang war er Ortsbrandmeister.
60 Jahre auf einem gemeinsamen Weg: Magda und Werner Meyer, hier vor der 500 Jahre alten Eibe auf ihrem Grundstück in Mönchhof
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27.10.2010 um 17:25 Uhr von Davidblata