Gold, Platin, Silber – ein kleiner Ehering-Material-Guide

Welches Edelmetall ist am besten?

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch wenn sich der Klassiker weiterhin großer Beliebtheit erfreut, steht Brautpaaren heutzutage eine Fülle an Materialien für den Ehering zur Verfügung. Unser kleiner Guide führt euch durch die angesagten Edelmetalle und zeigt euch deren Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile auf.

 

Eheringe aus Gold
Gold ist noch immer einer der beliebtesten Materialien für Eheringe.
© Foto von: MelanieB91 / Pixabay

Gold als Material für den Ehering

Zu Anfang sei gesagt: Gold ist nicht gleich Gold. Bei Schmuckstücken wie den Eheringen beziehungsweise Trauringen werden dem Material Feingold – also dem reinen Gold – Zusatzmetalle wie Silber sowie Kupfer hinzugefügt. Infolgedessen entstehen Legierungen wie Gelbgold, Weißgold und Rotgold. Durch diese werden nicht nur unterschiedliche Optiken erzeugt – das Edelmetall kann durch sie auch besser verarbeitet werden.

Welches Gold ist das beste für Eheringe?

Das ist zunächst eine Frage des Geschmacks. Denn jeder muss für sich entscheiden, welches Aussehen ihm am meisten gefällt. Fest steht: Je höher der Goldgehalt ausfällt, desto besser ist die Qualität – und daran gebunden natürlich auch der Preis der Trauringe.

Vorteile von Gold:

  • zeitloser Klassiker
  • die Trauringe lassen sich sehr gut gravieren
  • Preis lässt sich über Goldgehalt individuell steuern
  • Hohe Langlebigkeit, je höher der Goldanteil ist

Nachteile von Gold:

  • anfällig für Kratz- und Gebrauchsspuren bei niedrigem Goldgehalt
  • passt nicht zu jeder Garderobe
     
Eheringe aus Platin
Auch Platin kann für die Herstellung von Eheringen verwendet werden.
© Foto von: Emma Bauso / Pexels

 

Platin als Ehering-Material

Platin ist „in“. Und das liegt nicht nur daran, dass Trauringe daraus mit ihrem besonderen weißen Glanz wunderschön aussehen. Im Vergleich zu Gold kommt Platin nur selten in der Natur vor – es ist dadurch also auch sehr kostbar. Seine Eigenschaften sind ebenfalls speziell. Denn Eheringe aus diesem Material sind besonders für ihre Robustheit bekannt. 

Vorteile von Platin:

  • extrem widerstandfähig
  • der Farbton verändert sich nicht und bleibt für immer intensiv

Nachteile von Platin:

  • durch die Rarität des Materials ist Platin vergleichsweise teuer

 

Eheringe aus Silber
Silberne Eheringe bieten viele Designmöglichkeiten bei vergleichsweise günstigem Preis.
© Foto von: Alejandro Avila / Pexels

 

Silber als Ehering-Material

Silberringe überzeugen mit ihrem eleganten Aussehen. Es gibt sie in der schlichten, aber auch in der ausgefallenen Variante – denn Silber lässt sich gut verarbeiten. So sind beliebige Muster beziehungsweise Oberflächenstrukturen möglich und jede Menge filigraner Verzierungen – beispielsweise mit Diamanten. Den Designwünschen sind kaum Grenzen gesetzt. Heißt: Silber kann durchaus auch mit Gold kombiniert werden.

Vorteile von Silber:

  • vergleichsweise günstiges Material
  • viele Designmöglichkeiten bei den Trauringen

Nachteile Silber:

  • insbesondere bei günstigem Silber können schnell Gebrauchsspuren sichtbar werden

 

Eheringe aus Titan
Titan gilt als robustes Material und ist deshalb auch sehr gut für Eheringe geeignet.
© Foto von: Denny Müller / Unsplash

 

Titan als Ehering-Material

Titan ist angesagt. Bei Trauringen punktet das Material unter anderem mit seiner Beständigkeit sowie Körperfreundlichkeit – denn Titan ist extrem leicht und der Tragekomfort hoch. Zudem fallen die Materialkosten wesentlich geringer aus als für Trauringe aus Gold und Silber . Deshalb wird Titan auch so gern für breitere Ringe verwendet.

Vorteile Titan:

  • robust und dadurch bruchfest
  • geringere Kosten als für Gold und Silber
  • guter Tragekomfort
  • hohe Hautfreundlichkeit
  • Kratzer können leicht entfernt werden

Nachteile Titan:

  • durch die Härte lässt sich die Ringgröße nicht mehr verändern
  • sind in einer Notsituation schwieriger zu entfernen als beispielsweise Goldringe

 

Eheringe aus Carbon
Carbon ist wegen seiner außergewöhnlichen Farbe beliebt als Ehering-Material.
© Foto von: Heiner / Pexels

 

Carbon als Ehering-Material

Ein Traum in Schwarz – so könnte man Eheringe aus Carbon beschreiben. Das dunkle Material bildet eine reizvolle Abwechslung zu den klassischen glänzenden Edelmetallen wie Gold und Silber. Hergestellt wird es aus Kohlenstofffasern, die in eine Matrix aus Kunststoff eingebettet werden. Dadurch erhält Carbon seine einmalige Stabilität – ist jedoch gleichzeitig leicht. Und genau das hat einen hohen Tragekomfort zur Folge. Kombiniert mit einem Diamanten sind die tiefschwarzen Ringe zudem ein echter Hingucker. Und zusammen mit anderen Metallen kreiert die Schwärze des Carbons aufregende Kontraste.

Vorteile von Carbon:

  • außergewöhnliche Farbe
  • viele Designmöglichkeiten durch Kombination mit anderen Metallen
  • unempfindlich gegen Hitze, Feuchtigkeit und Korrosion
  • hoher Tragekomfort durch die Leichtigkeit des Materials

Nachteile von Carbon:

  • Carbonringe sind nicht polierfähig – individuelle Wünsche für die Oberfläche können also nicht umgesetzt werden
  • die Ringgröße lässt sich nachträglich nicht mehr anpassen

 

Eheringe aus Edelstahl
Wie wäre es mit Eheringen aus Edelstahl?
© Foto von: Wirestock / Freepik

 

Edelstahl als Ehering-Material

Auch Edelstahl wird zur Herstellung von Trauringen genutzt. In diesem Fall überzeugt nicht nur die Optik. Denn das Material punktet zusätzlich durch Festigkeit und Langlebigkeit – und ist auch etwas für das kleine Hochzeitsbudget. Denn die Materialkosten fallen erheblich günstiger aus als bei Gold, Silber und Titan. Was die Optik angeht, steht Edelstahl den anderen Metallen in nichts nach: Wird das Material mattiert, sieht es aus wie Platin. Und wird Edelstahl poliert, ähneln die daraus gefertigten Schmuckstücke Silber.

Vorteile von Edelstahl:

  • ist nickelfrei und eignet sich hervorragend für Allergiker
  • oxidiert nicht
  • ist pflegeleicht
  • verglichen mit anderen Metallen günstig in der Anschaffung

Nachteile von Edelstahl:

  • nicht so hohe Wertigkeit wie bei Gold- und Silberringen
  • eine Änderung der Ringgröße ist nicht möglich
  • Kratzer sind nicht so leicht zu beheben wie bei Edelmetallen

 

Eheringe aus Palladium
Palladium-Ringe bieten einen guten Tragekomfort.
© Foto von: TranStudios / Pexels

 

Palladium als Ehering-Material

Wer nach einer hochwertigen Alternative zu Platin sucht, der sollte sich Trauringe aus Palladium näher anschauen. Schmuck aus diesem Material sieht Platin optisch sehr ähnlich, ist jedoch zu einem geringeren Preis erhältlich. Zudem reagiert Palladium nicht mit dem Sauerstoff in der Luft. Daher oxidiert es nicht. So behalten die Eheringe ihren Glanz auch nach mehreren Jahren.

Vorteile von Palladium:

  • gute Alternative zu Platin für preisbewusste Brautpaare
  • pflegleicht
  • farbbeständig
  • guter Tragekomfort

Nachteile von Palladium:

  • können Nickel enthalten und sind daher nur bedingt für Allergiker geeignet
  • das Material ist relativ weich, deswegen sind Beimischungen nötig, um die Festigkeit der Ringe zu erhöhen

 

Weitere Materialien für Eheringe

Wer sich von keinem der vorgestellten Edelmetalle angesprochen führt, der hat noch weitere Optionen bei den Materialien. Für Naturfreunde gibt es die Möglichkeit, Ringe mit einem Holz-Inlay zu fertigen – oder sie gänzlich aus dem natürlichen Material zu „schmieden“. Auch aus Keramik werden Trauringe gefertigt. Diese sind besonders hautverträglich.

Für welches Material ihr euch auch entscheidet – das Wichtigste ist, dass es zu euch passt. Denn eure Eheringe werden euch ein ganzes Leben lang begleiten.